
Stille Bewegung
ein ast
verliert
nicht nur blätter
auch
das versprechen
von grün
die luft
kennt den wechsel
schon
kein abschied
nur ein anderes
atmen
und du stehst am rand
zwischen
noch
und
nicht mehr
© Christopher Steffler

Die Sammlung meiner Gedichte bietet eine Vielfalt an Themen, Stilen und Gefühlen, die das Herz berühren und den Geist inspirieren. Ob du nach Trost suchst, ein Lächeln auf deinen Lippen haben möchtest oder einfach nur die Kraft der Worte genießen möchtest – hier findest du sie, die in ihrer Einfachheit und vielleicht auch Tiefe verzaubern.
Jedes Gedicht in dieser Sammlung ist ein Spiegelbild menschlicher Erfahrungen und bietet einen einzigartigen Blick auf die Welt. Lass dich von den Versen leiten und finde die Worte, die zu dir sprechen.
Viel Freude beim Entdecken und Lesen!

Stille Bewegung
ein ast
verliert
nicht nur blätter
auch
das versprechen
von grün
die luft
kennt den wechsel
schon
kein abschied
nur ein anderes
atmen
und du stehst am rand
zwischen
noch
und
nicht mehr
© Christopher Steffler

Herbst ohne Namen
Ein Flüstern liegt im Geäst,
nicht laut,
nicht leise,
wie eine Sprache,
die niemand spricht,
aber jeder versteht.
Die Wege sind nicht leer,
sie tragen Schatten von gestern,
und das Licht,
es scheint,
als hätte es etwas vergessen.
Ein Apfel fault im Gras,
nicht traurig,
nur wahr.
Die Zeit hat keine Eile,
sie zählt rückwärts,
in Gedanken.
Ein Vogel bleibt stumm,
auf dem Draht,
zwischen zwei Tagen,
und irgendwo verliert,
ein Baum sein Gedächtnis.
© Christopher Steffler

Die Wälder tragen goldene Kleider,
der Wind erzählt von alten Tagen,
Nebel zieht in Stille durch Felder,
die den Abschied tragen.
Ein Blatt tanzt leise seine Runden,
verliert sich in dem kühlen Licht,
die Zeit vergeht in sanften Stunden,
doch ihr ihr Flüstern schweigt noch nicht.
Die Luft ist klar, die Welt wird leiser,
ein Atemzug; so tief und frei.
Der Herbst legt seine kühle Hand auf Felder,
Wälder, Zeit und Herz.
© Christopher Steffler

Herbstfreude
Die Luft ist klar, der Himmel weit,
ein goldener Glanz auf jedem Blatt.
Der Wind spielt Lieder, leicht wie Zeit,
und tanzt mit allem, was er hat.
Die Äpfel leuchten, reif und rund,
die Felder ruhen in sanfter Zeit.
Ein Rascheln geht von Baum zu Baum,
der Herbst ist da, wir sind bereit.
Ein Windstoß wirbelt Farben auf,
wir lachen, rennen, bleiben stehen.
Der Herbst, so nah in seinem Lauf,
lässt uns mit ihm ein Stückchen gehen.
© Christopher Steffler

Der Himmel hängt tief,
kein Licht fällt durch.
Der Regen tropft wie Gedanken,
die keiner denkt.
Blätter lösen sich ohne Widerstand,
der Wind nimmt sie mit,
kühl, fast gleichgültig.
Ein Tag, der nichts will außer sein Ende.
© Christopher Steffler

Ich bin angekommen,
nicht irgendwo,
sondern bei dir.
In deinem Lächeln
liegt mein Zuhause,
in deiner Nähe
verliere ich die Zeit.
Die Welt wird leiser,
wenn du bei mir bist,
und jeder Moment
fühlt sich an
wie ein Versprechen,
das gehalten wird.
Wir teilen das Jetzt,
ohne Eile,
ohne Muss.
Nur wir,
und das Glück,
das sich nicht erklären lässt,
nur leben.
© Christopher Steffler

Im Regen stehen die alten Träume,
verlaufen sich in grauer Zeit.
Was war einst Feuer, Glanz und Räume,
ist nun nur Schmerz und Einsamkeit.
Dein Name brennt noch in Gedanken,
wie Tinte, die nie ganz verblasst.
Doch wo einst Worte zärtlich ranken,
herrscht heute Schweigen, kalt und krass.
Ich frage mich in all den Stunden,
ob Liebe je wirklich vergeht,
oder ob wir in Herzenswunden nur lernen,
wie man weiterlebt.
Die Stille spricht in sanften Tönen,
versucht zu lindern, was schmerzlich ist.
Vielleicht braucht Liebe Zeit zum Atmen,
bis du wieder bei mir bist.
© Christopher Steffler

Besser wissen wollen es alle,
laut, belehrend, bald gibt's Krawalle.
Vergraben im Urteil, Scheuklappenblick,
blind reicht man sich den Galgenstrick.
Wir spalten uns leise, von innen heraus,
bauen Mauern im Denken, aus Angst wird ein Haus.
In Gruppen geschlossen, Schritt für Schritt,
denkt jemand anders, dann gibt’s einen Tritt.
Wir sehen Gewalt, und drehen uns weg,
es wird nicht besser ums nächste Eck.
Hier die Faust, und dort ein Messer,
der nächste grinst: „Ich kann’s viel besser.“
Die Medien voll mit Gewalt und mit Groll,
Schlagzeilen schießen wie Kugeln ins Soll.
So bleibt nichts weiter als zu hoffen,
dass man nicht als nächster betroffen.
© Christopher Steffler

Ich hielt sie fest, mit müder Hand,
die Schatten tief, das Herz gespannt.
Sie flüsterten mir Sorgen ein,
wie ein Sturm, groß - nicht klein.
Doch eines Tags, da sprach der Mut,
„Du bist aus Licht, nicht nur aus Glut.“
Ich atmete den Morgen ein,
ließ Zweifel wie den Nebel sein.
Die Fesseln, die mein Denken schnürten,
die Stimmen, die das Herz verführten,
sie wurden leise, kaum noch da,
als ich mich selbst im Spiegel sah.
Loslassen heißt nicht, Angst zu meiden,
doch ihr nicht Macht im Blick zu kleiden.
Es heißt, zu tanzen ohne Klang,
und Freiheit spürt man nicht als Drang.
© Christopher Steffler

Wir leben in Rahmen, genormt und gelähmt,
werden belohnt, wenn man uns zähmt.
Freiheit hängt als Bild an der Wand,
wer anders denkt: Zweifel am Verstand.
Man spricht von Fortschritt, doch nichts geschieht,
der Mensch verblasst, und niemand sieht:
Maschinen werten, was Menschsein war,
wir sind Zahlen im Strom, nicht mehr ganz da.
Die Welt wird lauter, das Herz bleibt stumm,
Gefühle sind Luxus, die Seele bleibt krumm.
Wir klatschen, wenn jemand wird diffamiert,
und hoffen auf Helden, die sich echauffieren.
Doch jenseits vom Lärm, im zögernden Blick,
liegt Wahrheit, ganz nah, jenseits vom Klick.
Nicht in den Trends oder Mustern versteckt,
sondern dort, wo sich der Mensch lebend reckt.
© Christopher Steffler