Waldatem

Waldatem
Waldatem

Waldatem

Im leisen Takt der Zweige
schwingt Abend über Moos,
ein Wind streicht durch die Weite,
so sanft, als wär er bloß
ein Flüstern alter Wege,
die niemand mehr betritt - 
und doch trägt jede Faser
den warmen Tag noch mit.

Die Schatten werden länger,
die Stille wächst heran,
und irgendwo im Dunkel
beginnt ein neuer Plan:
Die Nacht legt ihre Hände
auf Wiese, Baum und Stein,
und alles, was noch atmet,
fühlt sich im Dämmer klein.

© Christopher Steffler


Tanz der Elemente

Tanz der Elemente
Tanz der Elemente

Tanz der Elemente

Dunkle Wolken ziehen am Himmel auf, 
der Wind erhebt sich übers Land, 
der Duft des Regens breitet sich aus, 
zwischen Stille und Bewegung, 
ein leiser Übergang. 

Ein erster Tropfen, kühl und klar, 
dann prasselt Regen, laut und wild, 
schnell klopft Hagel auf die Scheibe, 
es Tanzt das Chaos, ganz ungezähmt. 

Plötzlich spaltet ein Blitz die Nacht, 
durch das Dunkel fliegt der helle Traum, 
der Donner grollt laut durch die Täler, 
er hallt, er ruft, er fordert mehr. 

Langsam weicht auch diese Kraft, 
es löst sich all das Ungezähmte, 
die letzte Böe verweht den Sturm, 
die Welt kehrt langsam wieder heim. 

© Christopher Steffler