Lass mich in Ruhe

Lass mich in Ruhe
Lass mich in Ruhe

Lass mich in Ruhe

Du klammerst dich an meine Stille,
als wäre sie dein letzter Atemzug.
Ich lösche dich aus jedem Satz,
doch du schreibst dich neu in meine Nacht.

Deine Worte tropfen wie Gift,
leise, beharrlich, vertraut.
Ich erkenne sie sofort,
sie tragen den Geruch von Gestern.

Ich habe dich längst begraben,
doch du gräbst dich wieder aus.
Wie ein Schatten ohne Körper
suchst du mich, wo ich nicht mehr bin.

Ich will keine Worte mehr,
kein Rückblick, kein „Wie früher“.
Ich will nur Luft,
die nicht nach dir schmeckt.

Also bleib, wo du hingehörst,
in der Erinnerung,
nicht in meinem Leben.

© Christopher Steffler


Wenn Angst sich löst

Wenn Angst sich löst

Wenn Angst sich löst
Wenn Angst sich löst
Ich hielt sie fest, mit müder Hand,
die Schatten tief, das Herz gespannt.
Sie flüsterten mir Sorgen ein,
wie ein Sturm, groß - nicht klein.

Doch eines Tags, da sprach der Mut,
„Du bist aus Licht, nicht nur aus Glut.“
Ich atmete den Morgen ein,
ließ Zweifel wie den Nebel sein.

Die Fesseln, die mein Denken schnürten,
die Stimmen, die das Herz verführten,
sie wurden leise, kaum noch da,
als ich mich selbst im Spiegel sah.

Loslassen heißt nicht, Angst zu meiden,
doch ihr nicht Macht im Blick zu kleiden.
Es heißt, zu tanzen ohne Klang,
und Freiheit spürt man nicht als Drang.

© Christopher Steffler


Wenn die Zukunft ruft

Wenn die Zukunft ruft

Wenn die Zukunft ruft
Wenn die Zukunft ruft
Ich streife durch dunkle Gassen,
vergangene Liebe, leise Stimmen.
Erinnerungen, die nicht verblassen,
und immer wieder Kummer bringen.

Ich lasse los, die Stimmen weichen,
nehme Abschied ohne Schmerz.
Die Gassen flüstern leise Zeichen,
doch nun folge ich meinem Herz.

Nicht mehr wieder auf alten Wegen,
die mich in Schatten hielten fest.
Die Sonne lächelt mir sanft entgegen,
ein Neubeginn, der hoffen lässt.

Ich öffne die Arme, spüre die Wärme,
kein Zögern hält mich mehr zurück.
Die Zukunft ruft mich aus der Ferne,
ich bin bereit für mein Glück.

© Christopher Steffler