
Topologie des Dunkels
Im Raum, wo nichts atmet, spannt sich Dunkelheit wie ein stummer Riss durch das Gerüst der Zeit. Gedanken treiben dort als formlose Fragmente, ohne Ursprung, ohne Ziel, nur Bewegung im Abgrund. Stille wächst zu einem schweren Knoten, der jedes Wort verschluckt, bevor es Schatten wirft. Kein Blick, keine Stimme, nur das langsame Gleiten namenloser Strukturen, die sich falten, lösen, vergehen. Und jenseits davon ruht ein schwarzer Punkt, unberührt, unbefragt, ein Kern aus reinem Nichtsein, wartend.
© Christopher Steffler
