Lass mich in Ruhe

Du klammerst dich an meine Stille,
als wäre sie dein letzter Atemzug.
Ich lösche dich aus jedem Satz,
doch du schreibst dich neu in meine Nacht.

Lass mich in Ruhe
Lass mich in Ruhe

Lass mich in Ruhe

Du klammerst dich an meine Stille,
als wäre sie dein letzter Atemzug.
Ich lösche dich aus jedem Satz,
doch du schreibst dich neu in meine Nacht.

Deine Worte tropfen wie Gift,
leise, beharrlich, vertraut.
Ich erkenne sie sofort,
sie tragen den Geruch von Gestern.

Ich habe dich längst begraben,
doch du gräbst dich wieder aus.
Wie ein Schatten ohne Körper
suchst du mich, wo ich nicht mehr bin.

Ich will keine Worte mehr,
kein Rückblick, kein „Wie früher“.
Ich will nur Luft,
die nicht nach dir schmeckt.

Also bleib, wo du hingehörst,
in der Erinnerung,
nicht in meinem Leben.

© Christopher Steffler