Im eigenen Schatten

Im eigenen Schatten
Im eigenen Schatten

Im eigenen Schatten

Die Schatten tragen meinen Namen,
sie flüstern ihn wie ein Urteil.
Ich gehe durch mein eigenes Schweigen,
und jeder Schritt klingt wie Verrat.

Ich war der Funke, der sich heilig nannte,
doch brannte nur die Welt um mich.
Ich suchte Schuld in fremden Händen,
um meine eigene nicht zu spüren.

Die Krone, die ich mir erlog,
schneidet tiefer als die Wahrheit.
Und jeder Blick, der mich erkennt,
wird schnell zum Feindbild meiner Angst.

Ich opfere mich in kleinen Stücken,
Tag für Tag, fast unbemerkt.
Ein stilles Massaker an mir selbst,
verhüllt in einem Lächeln aus Licht.

Und wenn ich falle, fällt nur das,
was nie getragen wurde:
ein König ohne Reich,
ein Herz ohne Gnade,
ein Mensch, der sich im Spiegel
nicht mehr kennt.

© Christopher Steffler