Schwarzer Puls

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schwarzer Puls

Schwarzer Puls

Ich trage meinen Zorn wie eine zweite Haut,
vernarbt, doch lebendig.
Er wächst in mir wie ein Tier,
das lange genug geschwiegen hat.

Die Nacht kennt meinen Atem,
sie hält ihn fest wie ein Schwur.
Ich reiße mich aus ihrem Griff,
um endlich wieder zu brennen.

Kein Engel wagt sich in mein Licht,
es flackert zu unrein.
Doch ich stehe hier,
ein Sturm aus Fleisch und Wille.

Ich schulde niemandem Vergebung,
am wenigsten mir selbst.
Ich breche, was mich hält,
und nenne es Auferstehung.

Und wenn ich falle,
dann nicht leise,
sondern wie ein Herz,
das sich weigert,
still zu bleiben.

© Christopher Steffler