Zerbrechliche Macht

zerbrechliche Macht
zerbrechliche Macht

Zerbrechliche Macht

Er trägt den Sturm im Blick,
nicht, weil er stark ist,
sondern weil er fürchtet,
dass Stille ihn verraten könnte.

Die Schuld ist sein Kompass,
zeigt stets von ihm fort,
damit er sich nicht verirrt,
im Spiegel seiner eigenen Fehler.

Er baut Mauern aus Worten,
nennt sie Prinzipien,
doch sie sind nur Schutzräume,
vor dem Zweifel, der anklopft.

Jede Meinung, die nicht spiegelt,
wird zum Angriff erklärt.
Er kämpft nicht gegen Menschen,
sondern gegen das Gefühl,
nicht genug zu sein.

Und wenn die Lorbeeren fallen,
sammelt er sie hastig ein,
nicht aus Stolz,
sondern aus Angst,
dass niemand sonst ihn sehen könnte.

© Christopher Steffler