Novemberlicht

Novemberlicht
Novemberlicht

Novemberlicht

Im Nebel ruht das letzte Blatt, 
die Welt wird weich, wird still, wird matt.
Ein Hauch von Gold in grauer Luft,
verweht im Wind, der leise ruft.

Die Bäume stehen wie Gedanken,
in Zwischenräumen, die sich ranken.
Ein Licht, so klein, beginnt zu glühen -
nicht außen, nein: in uns, im Mühen.

Der Tag verneigt sich ohne Klang,
die Zeit wird weit, der Schritt wird lang.
Und was sich löst, fällt nicht ins Nichts -
es wandelt sich. Es wird zu Licht.

© Christopher Steffler